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Grundriss zeichnen: Schritt für Schritt zum sauberen Ergebnis

Ein überzeugender Grundriss entsteht nicht per Zufall, sondern in klaren Schritten. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du mit dem Editor einen Grundriss zeichnest – von der Vorbereitung über den ersten Wandzug bis zum fertigen Export für deine Wohnungsanzeige. Du brauchst kein CAD-Studium: ein Maßband, ein paar Minuten Zeit und die richtige Reihenfolge genügen.

Bevor du zeichnest

Der beste Grundriss beginnt nicht am Bildschirm, sondern in der Wohnung. Wer vorher ein paar Minuten in die Vorbereitung steckt, zeichnet danach in einem Rutsch durch – statt zwischendurch dreimal nachzumessen. Drei Dinge solltest du bereitliegen haben, bevor du den Editor öffnest.

Erstens die Maße: Miss jeden Raum aus und notiere Länge und Breite. Ein Laser-Entfernungsmesser ist am bequemsten, aber ein einfaches Maßband tut es genauso. Zweitens eine grobe Skizze auf Papier – ein schneller Handstrich, der zeigt, welcher Raum an welchen grenzt. Diese Skizze ist deine Landkarte beim Zeichnen. Drittens eine Raumliste mit allen Zimmern, die auf den Grundriss sollen: Wohnzimmer, Küche, Bad, Schlafzimmer, Flur, Abstellraum.

Mit diesen drei Bausteinen wird das Zeichnen zur reinen Übertragung. Du musst dir keine Maße mehr ausdenken, sondern setzt nur noch um, was auf deinem Zettel steht – und genau das macht den Unterschied zwischen einem geschätzten und einem belastbaren Grundriss.

Tipp: Fotografiere deine Papierskizze mit dem Handy, bevor du loslegst. So hast du sie beim Zeichnen immer griffbereit, auch wenn der Zettel unter der Tastatur verschwindet.

In sechs Schritten zum Grundriss

Die Reihenfolge macht den Unterschied. Wer zuerst den groben Umriss setzt und sich dann nach innen arbeitet, spart sich spätere Korrekturen. So erstellst du im Editor Schritt für Schritt einen sauberen Grundriss:

  1. 1

    Außenwände ziehen

    Beginne mit dem Umriss der Wohnung. Ziehe die Außenwände entlang der tatsächlichen Maße – der Editor rastet an den Rasterlinien ein, sodass rechte Winkel automatisch stimmen. Der Außenumriss ist dein Rahmen, in den sich alles Weitere einfügt.

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    Innenwände setzen und Räume aufteilen

    Teile die Fläche mit Innenwänden in einzelne Zimmer. Orientiere dich an deiner Skizze und arbeite dich von den großen Räumen zu den kleinen vor. So entsteht Zimmer für Zimmer ein vollständiger Grundriss.

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    Räume benennen

    Vergib jedem Bereich einen Namen – Wohnzimmer, Bad, Schlafzimmer, Flur. Beschriftete Räume machen den Grundriss für Interessenten sofort lesbar; ein unbenannter Kasten wirft dagegen nur Fragen auf.

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    Türen und Fenster einsetzen

    Platziere die Türen an den passenden Wänden und markiere die Fenster in den Außenwänden. Achte auf die Öffnungsrichtung der Türen, damit die Nutzung jedes Raums realistisch bleibt und niemand rätselt, wohin eine Tür aufschlägt.

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    Bemaßung ergänzen

    Füge Maßketten für Wände und Räume hinzu. So sieht jeder auf einen Blick, wie breit ein Zimmer ist – und der Grundriss wirkt professionell statt geschätzt. Gerade in einer Anzeige schafft das Vertrauen.

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    Wohnfläche prüfen und exportieren

    Kontrolliere die berechnete Fläche je Raum und in der Summe, gleiche sie mit deiner Messung ab und speichere den fertigen Grundriss dann als Bild oder PDF. Ein sauberer Export in guter Auflösung wirkt seriöser als ein abfotografierter Papierplan.

Räume richtig ausmessen

Bevor du zeichnest, brauchst du echte Maße. Miss jeden Raum von Wand zu Wand – am besten mit einem Laser-Entfernungsmesser, ersatzweise mit einem Maßband zu zweit. Notiere Länge und Breite jeweils an der breitesten Stelle und bleibe bei einer Einheit, damit sich beim Übertragen keine Fehler einschleichen.

Vergiss Nischen, Erker und Vorsprünge nicht: Sie gehören zur Fläche und verändern den Grundriss deutlich. Miss außerdem die Position von Türen und Fenstern entlang der Wand, damit du sie später an der richtigen Stelle einsetzen kannst. Ein Raum ist selten ein perfektes Rechteck – je genauer du Ecken und Absätze erfasst, desto weniger musst du im Editor korrigieren.

Wer sauber misst, spart sich den zweiten Weg in die Wohnung. Trage alle Werte in einem Zug auf deinen Zettel ein und prüfe am Ende, ob die Summe der Teilstücke zur Gesamtlänge einer Wand passt – das deckt Zahlendreher sofort auf.

Tipp: Miss lieber einmal zu viel als im Editor zu raten. Für schwer erreichbare Strecken – über Möbel hinweg oder in engen Nischen – ist ein Laser-Entfernungsmesser die zuverlässigere Wahl als das durchhängende Maßband.

Maßstab und Bemaßung

Ein Grundriss ist nur so viel wert wie sein Maßstab. Zeichne immer maßstabsgetreu, statt Wände nach Augenmaß zu ziehen – sonst stimmen die Proportionen nicht und die Wohnfläche wird falsch. Der Editor arbeitet mit einem festen Verhältnis, sodass eine Vier-Meter-Wand auch doppelt so lang dargestellt wird wie eine Zwei-Meter-Wand.

Welcher Maßstab für Ausdruck oder Anzeige sinnvoll ist und wie du genormte Symbole für Türen, Fenster und Treppen korrekt einsetzt, vertiefen wir im ausführlichen Ratgeber. Hier genügt die Faustregel: sauber messen, maßstabsgetreu zeichnen, bemaßen.

Maßstab & Symbole: zum ausführlichen Grundriss-Ratgeber

Türen, Fenster und Details

Türen und Fenster machen aus einer Kastenskizze einen echten Grundriss. Halte dich an übliche Maße: Innentüren sind meist rund 0,80 bis 0,90 Meter breit, Fenster liegen typischerweise zwischen 1,00 und 1,40 Meter Höhe. Die millimetergenaue Angabe ist für eine Anzeige selten nötig – wichtiger ist, dass Position und Öffnungsrichtung stimmen und der Raum dadurch nutzbar bleibt.

Bemaßungsketten runden das Bild ab: Eine durchgehende Maßkette an der Außenwand zeigt die Gesamtlänge, einzelne Maße gliedern die Räume. Das wirkt professionell und beantwortet die häufigste Frage von Interessenten – wie groß ist der Raum wirklich – ganz ohne Rückfrage. Kleine Details wie ein angedeutetes Treppensymbol oder die Kennzeichnung eines Balkons erhöhen die Lesbarkeit zusätzlich.

Tipp: Setze Türen genau dorthin, wo sie tatsächlich sitzen, und drehe die Öffnungsrichtung passend. Ein Betrachter erkennt sofort, ob ein Raum sinnvoll geschnitten ist – und ob das Sofa an die Wand passt, an die er denkt.

Wohnfläche richtig angeben

Die Wohnfläche ist die Zahl, auf die Interessenten zuerst schauen. In Deutschland wird sie üblicherweise nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) berechnet – Dachschrägen, Balkone und Terrassen fließen dabei nur anteilig ein. Der Editor summiert die gezeichneten Raumflächen und gibt dir damit einen schnellen Richtwert.

Diese Summe ist eine gute Orientierung, aber kein Ersatz für deine Unterlagen. Die endgültige, verbindliche Angabe für eine Anzeige solltest du immer gegen Mietvertrag, Kaufvertrag oder eine vorhandene Wohnflächenberechnung prüfen – gerade bei Schrägen und Außenflächen kann die exakte Anrechnung abweichen.

Wohnfläche & WoFlV: zum ausführlichen Ratgeber

Typische Fehler vermeiden

Die meisten misslungenen Grundrisse scheitern an denselben Kleinigkeiten. Diese Punkte solltest du vor dem Export noch einmal durchgehen:

  • Nicht maßstabsgetreu gezeichnet – Wände nach Gefühl statt nach Maß machen jede Flächenangabe unbrauchbar.
  • Wände doppelt gesetzt – überlappende oder verdoppelte Wände verfälschen die Fläche und sehen unsauber aus.
  • Türen oder Fenster vergessen – ein Raum ohne sichtbare Öffnungen wirkt unfertig und verunsichert Interessenten.
  • Nischen und Schrägen ignoriert – wer sie wegrundet, gibt am Ende eine falsche Wohnfläche an.
  • Räume nicht benannt – ein Grundriss aus namenlosen Kästen zwingt den Betrachter zum Raten.
  • Kein sauberer Export – ein verpixeltes Bildschirmfoto entwertet den besten Grundriss; exportiere lieber als Bild oder PDF.

Tiefer einsteigen

Dieser Leitfaden zeigt den praktischen Weg im Editor. Für Norm-Details, Symbol-Kataloge und die genaue Wohnflächen-Berechnung findest du eigene, ausführliche Ratgeber – hier zeichnen, dort nachlesen:

Von Hand, teure Software oder WOHNO?

Einen Grundriss kannst du auf drei Wegen erstellen. So schneiden sie im Alltag ab.

Mit Stift und Papier

Schnell skizziert und überall möglich – gut für eine erste grobe Idee.
Nicht maßstabsgetreu, keine automatische Flächenberechnung und schwer digital weiterzugeben.

CAD-Software

Sehr präzise und detailreich, mit vielen Profi-Funktionen für den Innenausbau.
Teuer, muss installiert werden und erfordert Einarbeitung – für einen Wohnungsgrundriss überdimensioniert.

WOHNO Grundriss-Editor

Kostenlos, ohne Anmeldung und direkt im Browser: maßstabsgetreu, mit Flächenberechnung und Export als PNG, PDF oder SVG.
Auf 2D-Wohnungsgrundrisse ausgelegt – keine 3D-Visualisierung und keine komplexe Bauplanung.

WOHNO – die Plattform

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